Abspaltung der Schillerschule
"Im Laufe des Schuljahres 1953/54 stellte sich heraus, dass infolge der schnellen Erweiterung
der Südstadt einschließlich Döhren und Wülfel sowie der Wohngebiete in Kleefeld
und Kirchrode die Bismarckschule und die Tellkampfschule nicht mehr aufnahmefähig waren.
Beide Schulen waren damals noch im Gebäude der Bismarckschule untergebracht. Schichtunterricht
füllte das Gebäude von morgens bis spät abends, die letzten Nebenräume waren
schon als Klassenräume benutzt.
Unter dem Dach hatte man noch Behelfsräume eingerichtet, um überhaupt für alle Klassen in einer
Schicht Raum zu haben. Mit der großen Zahl der Schulanfänger im Herbst 1953 erreichte die Schulraumnot im
Bereich der Stadt Hannover einen neuen Höhepunkt und warf die Frage nach der Gründung eines weiteren
Gymnasiums auf. Die Bismarckschule hatte im Schuljahr 1953/54 bereits zwei Klassen im Gebäude der Volksschule
Altenbekener Damm unterbringen müssen, die Tellkampfschule eine Klasse dorthin ausgelagert. Wo sollten nun die
vier überzähligen Klassen 5 bleiben, wenn nicht eine Möglichkeit gefunden wurde, sie in einer neuen
Schule unterzubringen? Vorbesprechungen zwischen den Leitern der beiden Schulen und dem Leiter des Stadtschulamtes,
Prof. Oppermann, führten dann im Februar 1954 zu dem entscheidenden Schritt: Der Oberschulrat Dr. Panke
bat Herrn Böttcher von der Bismarckschule, die Leitung einer neuen Schule zu übernehmen. Es war ein
Schritt ins Ungewisse, denn außer der Schülerzahl und einem Leiter stand nichts fest. Räume fanden
sich bald im Gebäude der Volksschule Bonner Straße. Da die Bismarckschule die meisten Klassen abgegeben
hatte, wurde die neue Schule gegen den Protest der Tellkampfschüler und deren Eltern zunächst
Zweigstelle der Bismarckschule" genannt. Aber Lehrer standen noch nicht zur Verfügung. Tatsache war auch der
Widerstand der Eltern, die ihre Kinder entweder schon einige Jahre an den beiden Gymnasien hatten unterrichten
lassen oder sie gerade glücklich durch den Probeunterricht gebracht hatten.
Als am 21. April 1954, dem
für unsere Jubiläen maßgeblichen Datum, der Unterricht begann, hatte sich auch eine Schar von
Lehrern eingefunden, die gewillt war, die Last des Aufbaus einer Schule tragen zu helfen.
Von der Bismarckschule und der Tellkampfschule kamen die Kollegen Felgner, Dr.
Kneib, Langner, Pastor Reinecke, Schubert und als Senior des Kollegiums Dr. Roemheld, der gerade
seinen 66. Geburtstag beging."
(zitiert mit freundlicher Genehmigung der Schillerschule und
deren Webteam)